02.07.2018: Umfirmierung der Unternehmensgruppe

Die Deutsche Intensivpflege Holding (DIH), deutschlandweit eine der größten Anbieter von ambulanter und stationärer Intensivpflege im Erwachsenen- und Kinderbereich, ändert ihren Namen: Die 2013 gegründete Unternehmensgruppe mit einem Versorgungsnetz bestehend aus derzeit 20 ambulanten Pflegediensten, in denen circa 3.500 Mitarbeiter über 600 Intensivpatienten sowie 1.500 weitere Pflegebedürftige betreuen, wird ab dem 2. Juli unter dem Markennamen opseo am Markt auftreten „Der neue Name steht als Symbol für das, was in den vergangenen fünf Jahren aus dem Unternehmen geworden ist, und für das, was wir für die nahe Zukunft geplant haben“, sagt Holger Eden, Chief Executive Officer der opseo Gruppe. „Vor allem aber bringt er das gemeinsame Verständnis unser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit unseren Patienten zum Ausdruck: Bei opseo verfolgen wir den Leitgedanken eines therapeutischen Teams: Also die ganzheitliche Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen, zum Beispiel Ärzte, Logopäden, Physiotherapeuten, Krankenkassen, Krankenhäusern für eine optimale Versorgung und Betreuung, um unseren Patienten und deren Angehörigen so viel Lebensqualität wie möglich zu bieten.“
Holger Eden, Chief Executive Officer der opseo Gruppe

,Ops’ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Kraft und Stärke. ,Seo’ ist ein Anagramm des Wortes ,Eos’, das aus dem Griechischen stammt und sowohl die Göttin der Morgenröte bezeichnet als auch mit den Begriffen ,Hoffnung geben’ und ,Zuversicht’ in Verbindung gebracht wird.

Nach einer starken Wachstumsphase, die opseo für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von voraussichtlich 160 Millionen Euro bescheren wird, strebt die Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Dresden eine weitere Expansion an. Parallel dazu sollen die einzelnen Pflegedienste, die künftig sämtlich den Zusatz opseo im Namen tragen werden, durch eine Zusammenfassung in regionalen Clustern gestärkt werden. „Um die Synergien innerhalb der Gruppe noch besser nutzen zu können, werden wir die einzelnen Unternehmen in vier regionale Cluster zusammenfassen, erklärt Susanne Momberg, Chief Finance Officer der opseo Gruppe. „Mit der Bündelung von Kompetenzen in Regionen werden wir einerseits zentrale Funktionen in der Gruppe schaffen und andererseits die Pflegequalität für unsere Patienten vor Ort erhöhen. Dieses Modell – Bündelung zentraler Funktionen am Stammsitz, Verantwortung für Mitarbeiter und Patienten in 1:1-Versorgungen sowie in den opseo-Pflegeeinrichtungen vor Ort – bringt uns unserem Ziel, neben der Markt- auch die Qualitätsführerschaft in der Intensivpflegebranche zu erreichen, ein gutes Stück näher.“
Susanne Momberg, Chief Finance Officer der opseo Gruppe

Mit dem vor Kurzem erfolgten Erwerb von Remeo Deutschland schlägt die opseo Gruppe ein weiteres Kapitel in der ganzheitlichen Betreuung von Patienten in besonderen Lebenssituationen auf: In den auf die Nachversorgung von Patienten, die aus sogenannten ,Weaning’-Rehabilitationeinrichtungen entlassen wurden, spezialisierten stationären Remeo-Einrichtungen können diese von der maschinellen Beatmung entwöhnt werden. So erhalten opseo-Patienten künftig die Möglichkeit, ein Leben ohne künstliche Beatmungshilfen führen zu können. Hierzu sucht opseo durch verschiedene Initiativen, unter anderem durch die Einbeziehung von Telemedizin-Projekten, auch die Zusammenarbeit mit Beatmungszentren.

Im sensiblen Bereich der Kinderintensivpflege ist opseo einer der führenden Anbieter in Deutschland, der Kinder und Jugendliche ambulant, stationär oder nach anderen Konzepten versorgt. In diesem Bereich wird opseo in Zukunft weiterhin verstärkt investieren. „Mit unserem deutschlandweit einzigartigen Konzept der ,Bärenstark’-Spezialeinrichtungen ermöglichen wir kranken Kindern und deren Eltern eine fachgerechte Pflege und pädagogische Betreuung. Dabei steht die Inklusion – beispielsweise durch regelmäßige Ausflügen und Kita- oder Schulbesuche - im Vordergrund der qualitativ hochwertigen Versorgung. Und auch die familiären Aspekte werden in den ,Bärenstark’-Stützpunkten berücksichtigt“, erläutert Holger Eden. „Hier können Eltern die Intensivpflege ihrer Kinder nicht nur begleiten, sondern werden weiter geschult, um eine fachgerechte Überleitung der Pflege in ihr Zuhause zu ermöglichen.“ Erst im März dieses Jahres hat opseo seine dritte Einrichtung dieser Art in Dresden eingerichtet – das neu eingerichtete ,Bärenstark’-Spezialkonzept ist die erste ganzheitliche Kinderintensivpflege Sachsens. Weitere fünf dieser Einrichtungen werden bundesweit in Kürze eröffnet – so wird aus den ,Bärenstark’-Stützpunkten eine ganze ,Bärenstark’-Familie.

Ein weiterer Schwerpunkt von opseo liegt auf der Qualifikation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Fachkräfte in der Pflege, insbesondere in der Intensivpflege, sind gesucht“, so Susanne Momberg. „Wir wollen Qualitätsstandards in der Pflegebranche setzen und haben deshalb speziell aufeinander abgestimmte und aufbauende Aus,-Fort- und Weiterbildungen aufgelegt. Dazu haben wir eigens das Ressort ,Quality and Training‘ implementiert, unterstützt wird dieser Prozess durch die Akademie BaWiG GmbH aus Essen – einer der führenden Anbieter für Pflegekräfte-Fortbildung in Deutschland.“ Auf diese Weise will opseo zusätzlich zum bereits qualifizierten Stammpersonal weitere potentielle Pflegekräfte gewinnen. Bereits jetzt bildet opseo alle pflegenden Mitarbeiter gemäß den Leitlinien der Fachgesellschaften innerhalb der ersten Monate der Betriebszugehörigkeit zu ,Pflegefachkräften außerklinische Beatmung‘ aus. Außerdem werden alle leitenden Pflegekräfte zu ,Pflegeexperten außerklinische Beatmung’ ausgebildet. Darüber hinaus soll eine für die Pflege entwickelte E-Learning Plattform die Möglichkeiten des Pflegepersonals, sich kontinuierlich und ohne aufwendige Anreisezeiten, fortzubilden, erweitern.

„Mit diesen Maßnahmen möchten wir bei opseo auch gegenüber unseren maßgeblichen Partnern, den Krankenkassen und Kliniken, ein Signal setzen“, sagt Holger Eden. „Durch eindeutige und prüffähige Qualitätsmaßstäbe und eine klare Struktur von Verantwortungen und Zuständigkeiten wollen wir ihnen gemeinsam mit unseren Pflegebetrieben eine effektive und zielführende Ansprache und Kooperation ermöglichen.“